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Gewährleisten Sie die Einhaltung von IEC 60945 mit KVM für maritime Anwendungen

Die Schifffahrtsindustrie verlässt sich bei vielen Anwendungen auf die KVM-Technologie — vom Maschinenraum bis zur Schiffsbrücke. In Anbetracht der einzigartigen Herausforderungen beim Einsatz in einer maritimen Umgebung spielt die Gewährleistung von Sicherheit, Qualität und Zuverlässigkeit von kritischen Navigations- und Kommunikationssystemen eine ausschlaggebende Rolle. Mit der internationalen Norm IEC 60945 werden die Geräte zertifiziert, die die strengen Tests zu Sicherheit, Betriebsumgebung und elektromagnetischer Verträglichkeit bestanden haben. Letztendlich legt die Norm IEC 60945 fest, welche Geräte auf einem Schiff oder im Bereich einer Brücke installiert werden können. Vorzertifizierte Produkte können Ihnen dabei helfen, die geltenden Anforderungen zu erfüllen und damit „compliant“ zu bleiben.

KVM für maritime Anwendungen
Zu den Schiffen, die die KVM-Technologie nutzen, gehören Wasserscooter/Wassermotorräder, Militärschiffe, Baggerschiffe, Luxus-Kreuzfahrtschiffe und Seefracht-Containerschiffe. Unabhängig von der Art des Schiffes können KVM-Matrix-Switches Hunderte von Computern über eine oder mehrere Konsolen ansteuern. Die KVM Multiview-Option ermöglicht die gleichzeitige Überwachung und Verwaltung von mehreren Computern.

KVM-Technologie hilft dabei, IT-Anlagen sowie Überwachungs- und Steuerungsabläufe zu optimieren, und das sowohl an Land als auf See. Zu den Anwendungsgebieten gehören Kontrollräume, aber auch der Zugriff auf Radar- und GPS-Systeme über Kontrollstationen auf Schiffsbrücken. KVM-Verlängerungslösungen werden darüber hinaus für die Verbindung von Technikräumen mit Brücken und zum Verwalten von Kontroll-/Steuerungsprozessen eingesetzt.

IEC-Norm
Bestimmte hochleistungsfähige KVM-Produkte sind vorzertifiziert und versetzen die Ingenieure in den Bereichen Schiff- und Meerestechnik in die Lage, die Anforderungen der IEC-Norm zu erfüllen. Die folgenden sechs Produkte sind bei Black Box erhältlich:

  • ACXMODH6BPAC-R2, ACXMODH2R-P-R2
    -Beide Modelle unterstützen eine Vielzahl von Stromversorgungsoptionen mit einem Chassis, das bis zu sechs modulare DKM-Karten aufnehmen kann.
  • ACX1MT-DHID-C und ACX1MT-DHID-2C: DVI-D-, USB HID-, CATx-Sender und Empfänger
    -Beide Geräte können in das modulare DKM-Gehäusechassis installiert werden.
  • ACXC48: Kompakter 48-Port DKM-Switch
    -Dieser Switch ermöglicht Matrix-Switching und -Management für DKM-Extender.
  • KVP4004: Multiviewer KVM Switch
    -Dieser Switch ermöglicht den Zugriff auf bis zu vier CPUs, die gleichzeitig in Echtzeit überwacht werden können.

Die IEC 60945-Zertifizierung wird nur nach gründlichen Prüfungen vergeben. So muss zum Beispiel (neben zahlreichen anderen Qualifikationen) nachgewiesen sein, dass die KVM-Technologie die Schwingungen, Feuchtigkeit und extremen Temperaturen aushalten kann, die in Meeresumgebungen üblich sind.

Im Zusammenhang mit dem Erlangen der Zertifizierung hat Black Box seinen Kunden dabei geholfen, ihre eignen kritischen Gerätetests im Feld durchzuführen, um sicherzustellen, dass diese Produkte die Anforderungen ihres Fachgebietes erfüllten. Die IEC 60945-Akkreditierung bedeutet, dass diese KVM-Geräte überall auf einem Schiff eingesetzt werden können, vom Maschinenraum bis zum Technikraum und dem Ruderhaus.

Black Box plant, in der Zukunft weitere Produkte anzubieten, die die Anforderungen der Norm IEC 60945 erfüllen. Erfahren Sie mehr über unser Know-how auf dem Gebiet der maritimen Industrie und die IEC 60945-Akkreditierung. Oder besuchen Sie unsere Website über Digitale KVM Switches, wenn Sie weitere Produktinformationen wünschen.

Praxisbeispiel: Virtualisiertes Remote-Computing für Einzelhandelsketten

KVM-Kreuzschienen ermöglichen mehreren Benutzern den Zugriff auf eine Vielzahl von Zielgeräten wie zum Beispiel Rechner, Medienplayer oder Server. Die Mitarbeiter erhalten so die Möglichkeit an einem Arbeitsplatz verschiedene Arbeitsschritte zu überwachen, visuelle Anzeigen zu wechseln oder Peripherieelemente zu steuern.

Die Bereitstellung einer KVM-Anwendung zur Schaltung und Verlängerung von Video-, Tastatur-, Maus-und anderen Peripheriesignalen über ein lokales Netzwerk (LAN), Intranet oder WAN beinhaltet den Zugriff auf physische und virtuelle Server. Händler können Ihren Mitarbeitern so einfach zu bedienende, übersichtliche Arbeitsplätze einrichten und sparen nebenbei Energiekosten.

Für die Warenwirtschaftssysteme im Einzelhandel ist virtualisiertes Computing mit Fernzugriff besonders vorteilhaft. Über kompakte Empfangseinheiten können die Kassen direkt auf die Daten einer virtuellen Maschine zuzugreifen.

Dieses virtuelle Remote-System ermöglicht den Mitarbeitern den Zugriff auf ihre Active Directory-Konten über einen integrierten Verbindungsmakler. Ein separates Verzeichnis der Konten und Zugriffsregeln auf dem KVM-System ist somit nicht mehr erforderlich. Die Empfangseinheiten ermöglichen den Zugriff auf die virtuelle Maschine auf einem Microsoft® Server 2008 oder Microsoft Server 2012. Durch die Verwendung eines Verbindungsmaklers können virtualisierten Maschinen leicht dupliziert werden. Die Anwender verbinden sich dabei jeweils mit dem ersten verfügbaren Ziel, ohne dieses erkennen und auswählen zu müssen. Die Arbeitsabläufe geschäftigen Einzelhandel werden durch diese stark vereinfachten Prozesse optimiert.

Praxisbeispiel von Black Box: Fernzugriff auf virtuelle Maschinen optimiert Arbeitsabläufe im Einzelhandel
A) Kassen mit Verbindung zum Server über KVM-Empfangseinheiten
B) Server mit virtualisierten CPUs
C) Arbeitsplatz des Filialleiters mit Systemzugriff über KVM-Empfangseinheit
D) Systemmanager

Neben den Vorteilen, die sich aus der Benutzerfreundlichkeit und Prozessoptimierung ergeben, ist auch die Sicherheit der Verbindungen geschützt. KVM-Systeme, die über ein LAN oder WAN arbeiten, unterstützen NLA (Netzwerk-Level-Authentifizierung), so dass Zugriffe von nicht berechtigten Anwendern verweigert werden.

IP-basierte KVM-Systeme sind auch die ideale Lösung, wenn noch nicht alle Bereiche im Unternehmen auf virtualisiertes Computing umgestellt sind. Neben den virtuellen Maschinen unterstützt dieses KVM-System auch traditionelle, physische CPUs, die im Laufe der Erweiterung Ihrer Virtualisierung einfach im System umgestellt werden können.

Wie wir es von der KVM-Technologie kennen, sind weitere Pluspunkte die niedrigen Gesamtkosten der Investition (TCO), schnelle Amortisation, maximale Skalierbarkeit und höhere Zuverlässigkeit sowie der energiesparende Betrieb.

Für eine genaue Beschreibung der Virtualisierungs-Lösung von Black Box, besuchen Sie unsere InvisaPC-Webseite. Kontaktieren Sie unsere Applikations-Techniker, wenn Sie erfahren möchten wie KVM-Systeme der neuesten Generation die Prozesse und Ergonomie in Ihrem Unternehmen verbessern können.

8 kritische Funktionen, die neue KVM-Switching und -Extension-Systeme erfüllen müssen

Hier ist eine Checkliste, die Ihnen die Anschaffung eines zukunftssicheren, leistungsfähigen KVM Switches oder eines Systems zur KVM-Erweiterung erleichtert.

Flexibilität
Alle KVM-Systeme im Unternehmen sollten flexibel genug sein, möglichst viele Videoformate und Peripheriearten am Ein- und Ausgang zu unterstützen. Gerade für die Zusammenarbeit in Sendeanstalten sowie die Steuerung in Kontrollräumen ist dies eine unabdingbare Voraussetzung. Ferner sollten die KVM-Systeme Videoauflösungen von 1080p bis hin zu 4K für DVI, HDMI und DisplayPort unterstützen. Achten Sie darauf, dass Ihr neuer KVM Switch oder Extender ausreichend Raum für die Nutzung der Peripherie lässt. Prüfen Sie, ob neben USB HID auch Tastaturen und Mäuse mit speziellen Funktionen, Audio und USB 2.0 oder 3.0-Geräte mit der entsprechender Bandbreite unterstützt werden. In der Industrie und Fertigung ist zudem eine Übertragung der seriellen Daten für die Steuerungen erforderlich.

Ein flexibles System lässt sich an zukünftiges Wachstum anpassen. Kalkulieren Sie die Anzahl Ihrer Rechner und Videoquellen sowie die Menge Ihrer Bedienkonsolen und Bildschirme. Dann schätzen Sie mögliche Erweiterungen für die Zukunft ab. Der KVM Switch sollte genügend Ports für zukünftiges Wachstum aufweisen. Sehen Sie sich nach einem KVM-System um, dessen reine Videokanäle sich in KVM-Kanäle umwandeln lassen. Ein Management-Controller ermöglicht Ihnen die zentrale Verwaltung des Systems. Wählen Sie zwischen einer Grafik- oder Text-basierten Oberfläche für die Verwaltung.

Präzision
Testen Sie, ob das KVM-System hohe Video-Auflösungen von 1920 x 1080 bei 60 Hz oder 3840 x 2160 bei 60 Hz korrekt unterstützt. Stellen Sie sicher, dass es keine Verzögerungen bei der Bilddarstellung gibt und ob alle Rahmen von schnell wechselnden Bildinhalten übertragen werden. Nicht alle analogen oder IP-basierten KVM-Systeme erfüllen diese Aufgabe. Digitale Systeme einschließlich der KVM über IP-Modelle können aber in der Regel schnelles High-Definition-Video verarbeiten.

Reaktionszeiten
Überprüfen Sie das Tastatur/Maus-Setup bezüglich möglicher Latenzen. Ein KVM Switch mit echter USB-Emulation reagiert schnell und beständig auf die Eingaben der Anwender. Verzögerte Reaktionen des Systems auf Eingabebefehle unterbrechen den Arbeitsfluss der Anwender.

Produktivität
Optimalerweise verbessert ein digitales High-Performance KVM-System die Produktivität des Anwenders. In einer Matrix-Konfiguration können alle Quellen und Displays verbunden und zwischen mehreren Anwendern geschaltet werden. Die Zusammenarbeit wird verbessert, da alle Anwender simultanen Zugriff auf die gleichen Ressourcen haben.

Zugänglichkeit
Berechnen Sie die längste Strecke zwischen zwei Endpunkten und stellen Sie sicher, dass das KVM-System die Signale auf dieser Distanz über CATx-, Glasfaser-Kabel oder einer Kombination aus beiden Medien erweitern kann. Das KVM System sollte in der Lage sein, den Zugriff der Anwender auf die Quellen in Echtzeit zu ermöglichen.

Zuverlässigkeit
Neue KVM-Systeme werden Redundanzoptionen wie beispielsweise mehrere Netzteile für eine Verfügbarkeit rund um die Uhr bieten. Achten Sie darauf, mögliche einzelne Fehlerquellen zu beseitigen. Wählen Sie ein KVM System, das die Verbindungen zwischen Anwendern und Quellen über zwei separate Kern-Switche mit einem Haupt- und einem Sekundärlink routen kann. Sehen Sie sich auch an, wie Ihre individuelle Konfiguration des Systems gesichert und vorgehalten wird.

Geschwindigkeit
Viele digitale KVM-Switching-Systeme unterstützen Schaltgeschwindigkeiten für die Videoanzeige von weniger als einer halben Sekunde. Schaltzeiten darüber hinaus unterbrechen den Arbeitsfluss der Anwender, wenn Sie den Rechner wechseln oder sind für den Zuschauer am Display sichtbar. Eine schöne Funktion eines KVM-Systems ist auch die schnelle Schaltung über Tastaturbefehle, sogenannte Hotkeys. Einige KVM Systeme erlauben dabei eine individuelle Gruppierung der Kanäle (Preset), so dass die Anwender häufig genutzte Schaltungen über eine kurze Tastatureingabe sofort aktivieren können. Hotkeys werden in der Praxis gerne verwendet, um die Bildinhalte von Videowänden und fernen Bildschirmen sicher zu wechseln oder um im Zusammenspiel in einem Team eine Aufgabe an einer Quelle gemeinsam effektiv fertigzustellen.

Sicherheit
Ein wesentlicher Punkt ist schließlich die Sicherheit eines KVM-Switching und Erweiterungssystems. Administratoren sollten Anwendern nur bestimmte Zugriffsrechte auf dedizierte Ressourcen zuweisen. Darüber hinaus sollte der oder die Administrator(en) die Möglichkeit haben, Einstellungen und Wartungsarbeiten auch aus der Ferne über einen sicheren Kanal auszuführen. So stellen Sie sicher, dass das System rund um die Uhr einwandfrei läuft.

Wenn Sie bei der Anschaffung eines neuen KVM-Systems sämtliche dieser acht Aspekte positiv beantworten können, haben Sie die maximale Rendite Ihrer Investition ausgeschöpft.

Sehen Sie sich dazu auch unser Webinar an, indem wir aufzeigen wie digitale KVM Systeme die Zusammenarbeit in Sendeanstalten verbessern.

USB und KVM-Hardware gehen Hand-in-Hand für die Plug & Play-Funktionalität

Universal Serial Bus (USB) ist eine Technologie, die Anwendern Peripheriegeräte für bestimmte Aufgaben zur Verfügung stellt. USB unterstützt eine Vielzahl von Geräten, beginnend bei einfachen Eingabehilfen wie Tastatur und Maus bis hin zu komplizierteren Geräten wie Game-Controller, Digitalkameras, Drucker, Netzwerkkarten und externe Speicher. Die Aufgaben der USB-Peripherie variieren von Grundfunktionen wie Tippen, bis hin zur Übertragung großer Dateien von/auf externe Speichermedien.
Folgende USB-Modi stehen uns derzeit zur Verfügung:

  • USB Low Speed (1.5 Mbit/s)
  • USB Full Speed (12 Mbit/s), auch bekannt als USB HID
  • USB High Speed (480 Mbit/s), auch USB 2.0 genannt
  • USB SuperSpeed (5 Gbit/s), auch USB 3.0 genannt
  • USB SuperSpeed+ (10 Gbit/s)

USB wird am häufigsten für die Tastatur- und Mauseingabe oder alternativ Touchscreen-Eingabe verwendet. Diese Geräte werden als Human Interface Devices (HID) klassifiziert. USB HID wurde entworfen, um einem Benutzer die Interaktion mit einem System über Eingabegeräte mit geringer Bandbreite zu ermöglichen. Das sind typischerweise viel weniger als 12 Mbit/s. Die meisten KVM (Keyboard, Video, Mouse) Switche verfügen daher über zwei USB-HID-Anschlüsse für Tastatur und Maus, und zusätzliche Anschlüsse für schnellere USB-Geräte wie Drucker oder Speichermedien.

Die USB-HID-Ports auf den meisten KVM-Switchen analysieren den eingehenden Datenfluss vom angeschlossenen USB-Tastatur-/Mausset. Werden dabei bestimmte Folgen von Tastenanschlägen erkannt, führt der KVM-Switch bestimmte Aktionen wie das Öffnen des OnScreen-Menüs, Umschaltung auf einen anderen Rechner oder Scannen aller verbundenen CPUs aus. Da der USB HID-Verkehr für sehr geringe Bandbreite ausgelegt ist, ist es fast unmöglich, ein High Speed USB-Gerät über den HID-Port mit einwandfreier Funktion zu verbinden. Die USB-HID-Ports auf einem KVM-Switch erwartet nur eine USB-Tastatur und USB-Maus zu sehen – mehr nicht. Jedes USB-Gerät, einschließlich der Tastatur/Maus besitzen bestimmte Attribute, die sie beschreiben auf die diese aber nicht beschränkt sind:

  • Beschreibung des Gerätes
  • Herstellerkennung
  • Produktkennung
  • Geräteklasse

Insbesondere beim KVM-Switching und bei der KVM-Extension ist es sehr wichtig, dass diese USB-Geräteeigenschaften korrekt an den Host-Computer übertragen werden. Die richtigen Treiber/Software, müssen während der USB-Enumeration geladen werden. Diese findet in der Zeitspanne zwischen dem Verbinden des USB-Gerätes mit dem Rechner und der Erkennung des Gerätes durch den Rechner statt. Diese Zeitspanne kann je nach Betriebssystem und USB-Gerät zwischen 1 und 16 Sekunden betragen. Wenn die Geräteeigenschaften während der Enumeration nicht richtig oder vollständig erkannt werden, funktioniert das USB-Gerät nur eingeschränkt oder gar nicht.

Die KVM-Produkte von Black Box zeigen den verbundenen Rechnern ständig eine generische USB-Tastatur und eine generische USB-Maus an, unabhängig davon ob eine Tastatur/Maus tatsächlich angeschlossen ist. Diese Funktion nennt man USB-Emulation. Die USB-Emulation zeigt den Rechnern die mit dem KVM-Switch verbundene Tastatur und Maus ständig an, so dass der Anwender schnell und wiederholte Enumerationen zwischen den Rechnern wechseln kann. Daneben gibt es auch eine proprietäre Firmware in der KVM-Hardware, die die richtige Kommunikation zwischen der Tastatur und Maus an der Konsole und den verbundenen Rechnern verhandelt. Die USB-Emulation ist vor allem auf kabelgebundene Geräte ausgerichtet, in einigen Fällen können aber auch wireless Tastaturen und Mäuse mit dem KVM-Switch verbunden werden.
Einige wireless Tastaturen und Mäuse funktionieren aufgrund eines Verbundsenders nicht mit KVM-Switches, da sie sowohl die Tastatur- als auch Maus-Pakete in einer einzigen USB-Nachricht an den KVM-Switch senden. Es hängt vom Gerätehersteller ab, wie die wireless Geräte ihre USB-Pakete für die Übertragung vorbereiten und auf welche Art sie der USB-Spezifikation folgen. Weiterhin gilt es zu beachten, dass nicht alle USB-HID-Geräte an einem KVM-Switch oder -Extender wie bei einer direkten Verbindung arbeiten. Das liegt an der Verhandlung der Geräteeigenschaften mit dem KVM-Switch, der nicht über alle Treiber eines normalen Betriebssystems verfügt, sondern diesbezügliche Kodierungen in seiner Firmware vorhält. Diese Art Kompatibilitätsprobleme kommen jedoch nur bei einem sehr kleinen Anteil der am Markt verfügbaren USB HID-Geräte vor.

Sehr häufig wird USB auch zur Übertragung von Dateien von einem Computer auf einen USB-Stick oder externes Speichermedium (oder vice versa) genutzt. Für diese Anwendung wird in der Regel USB High Speed mit 480 Mbit/s und auf neueren Systemen USB Superspeed genutzt, so dass die Datei(en) schneller übertragen werden können. Black Box bietet KVM Switche an, die den USB-Datentransfer unterstützen, aber dabei nicht den USB-Datenfluss für Tastatur-Hotkeys überwachen. Dadurch können Sie den KVM-Switch nicht über Tastaturbefehle steuern, wenn die den USB-High-Speed-Anschluss verwenden. Für die Tastaturkontrolle müssen Sie die USB-HID-Ports nutzen.

Weitere Ressourcen
Whitepaper: Echte USB-Emulation für KVM Switche
Whitepaper: USB-Erweiterungen vorteilhaft nutzen.
Produktübersicht: USB-Extender

KVM-Extender ermöglichen ein besseres Arbeitsumfeld

Was ist ein KVM-Extender?
KVM steht für „Keyboard (engl. für Tastatur), Video und Maus“. Bei einem KVM Extender handelt es sich im Grunde um ein Gerät, das diese Schnittstellen erweitert und den Fernzugriff auf einen Computer aus Entfernungen von einigen Metern bis hin zu mehreren Kilometern oder sogar über das Internet ermöglicht. Ein KVM-Extender besteht aus einem Transmitter, manchmal auch „lokale Einheit oder Sender“ genannt, und einem Receiver, der auch „Remote-Einheit oder Empfänger“ genannt wird. Diese beiden Einheiten können entweder über CATx- oder Glasfaserkabel direkt miteinander verbunden sein. Die neueste Technologie kann die Signale sogar über ein Standard-IP-Netzwerk übertragen. Sie können den Computer an Ihrem Arbeitsplatz an einen Transmitter anschliessen, den Receiver mit Ihrer Konsole im Heimbüro verbinden und aus der Ferne an Ihrem Computer arbeiten, als wären die Geräte direkt verbunden.

Welche Schnittstellen werden verwendet?
Die meisten modernen Geräten verfügen über eine DVI- oder HDMI-Videoschnittstelle, während ältere Geräte möglicherweise nur mit einem VGA-Anschluss ausgestattet sind. Früher liefen Tastaturen und Mäuse immer über getrennte Schnittstellen unter Verwendung eines 6-poligen Mini-DIN-PS/2-Steckers. Diese Technologie wird heute nur sehr selten ausgeliefert, da sich USB als Standardanschluss durchgesetzt hat. Es spielt keine Rolle, wo Sie Ihre Maus oder Tastatur anschliessen, solange es sich um einen USB-Port handelt. Optional werden auch andere Schnittstellen unterstützt, wie zum Beispiel Audio und RS-232.

Warum braucht man überhaupt einen KVM-Extender?
Die CPUs unserer Computer benötigen Lüfter zur Kühlung, da sie viel Wärme erzeugen. Diese Lüfter sind laut und die Rechner benötigen jede Menge Platz. In einer Büroumgebung ist das nicht gerade ideal. Durch Verwendung eines KVM-Extenders können Rechner in einen Raum mit temperierter Umgebungsluft ausgelagert werden. Der Benutzer benötigt nur noch die kleine Receiver-Einheit auf dem Schreibtisch, an welche die Tastatur, der Bildschirm und die Maus angeschlossen werden.
Vor ganz andere Herausforderungen stellt uns dagegen eine Industrieumgebung. Das Arbeitsumfeld kann staubig oder schmutzig sein, was bedeutet, dass normale CPUs mit Lüftern keine lange Lebensdauer haben. Die Lüfter ziehen den Schmutz in das Gehäuse hinein, verstopfen dieses und das Resultat ist ein überhitzter Computer. Kommt jedoch ein KVM-Extender zum Einsatz, kann der PC in eine sauberere Umgebung umgezogen und Tastatur, Bildschirm und Maus an einen lüfterlosen Receiver angeschlossen werden. Umgekehrt kann ein Anlagenfahrer auch eine industrielle Steuerung von einem fernen, ruhigen Arbeitsplatz aus kontrollieren.

Dies sind lediglich drei Beispiele für den extrem vielfältigen Anwendungsbereich von KVM-Extendern. Weitere Informationen finden Sie unter Black-box.eu/KVM-Extenders oder sehen Sie sich unsere KVM Extender Produktübersicht an.