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Maschinelles Sehen: 100% Fließbandüberwachung

Das maschinelle Sehen, die bildbasierte automatische Fertigungskontrolle auch Machine Vision genannt, hat sich enorm weiterentwickelt und wird jetzt zum unverzichtbaren Werkzeug in der Fertigung, um die Qualität und Rentabilität zu erhöhen. USB 3.0 hat mit seinem 5 Gbit/s-Datendurchfluss und der Möglichkeit, Daten und Strom über dieselbe Leitung zu senden, erheblich zu dieser Verbreitung beigetragen.

Was ist maschinelles Sehen?
Maschinelles Sehen ist ein bildbasiertes, automatisches Kontroll- und Analysesystem für Anwendungen wie die Fertigungskontrolle. Es nimmt automatisch Bilder auf, um das Material zu prüfen, das auf dem Fließband angeführt wird.

Weitere Anwendungen für das maschinelle Sehen sind:

  • PCB-Kontrolle
  • Kontrolle von Injektionsflaschen
  • Robotersteuerung und Ausrichtung von Komponenten
  • Kontrolle von Motorteilen

Das maschinelle Sehen nutzt eine kleine Industriekamera und Lampen, die in Fließbandnähe angebracht sind, um Bilder vom passierenden Produkt aufzunehmen. Die Bilder werden anschließend mithilfe einer Software analysiert, um festzustellen, ob verschiedene Aspekte des Produkts den zulässigen Spezifikationen entsprechen. Wenn beispielsweise ein Etikett falsch aufgeklebt ist, wird die Flasche abgelehnt. Die Inspektion und Auslese erfolgt in einer unglaublichen Geschwindigkeit: innerhalb von Sekundenbruchteilen.

Vor einigen Jahren waren Systeme für maschinelles Sehen sehr kostspielig und erforderten sechsstellige Investitionsbeträge. Aber in den letzten 15 Jahren ermöglichten technologische Fortschritte eine erhebliche Reduktion der Anschaffungskosten, sodass maschinelles Sehen zu einer praktischen Lösung für eine hundertprozentige Qualitätskontrolle werden konnte. Und die Kosten für die Implementierung des maschinellen Sehens sinken mit zunehmenden technologischen Möglichkeiten weiter.

Das maschinelle Sehen ist heute ein unverzichtbares Werkzeug für die Qualitätskontrolle, die Sortierung und den Materialtransport in allen Industriezweigen, einschließlich Elektronik, Nahrungsmittelverarbeitung, Pharmazie, Verpackungsindustrie, Automobilindustrie usw. Es ist ein wirtschaftlicher Weg, um sicherzustellen, dass Produkte, die nicht den Spezifikationen entsprechen, aussortiert werden. Das maschinelle Sehen kann verwendet werden, um Geometrie, Platzierung, Verpackung, Etikettierung, Versiegelung, Endverarbeitung, Farbe, Muster, Strichcode und fast alle anderen Parameter, die Sie sich vorstellen können, zu kontrollieren.

USB 3.0 und maschinelles Sehen
USB 3.0 bringt Systemen für maschinelles Sehen zahlreiche Vorteile. Aufgrund des Datendurchlaufs von 5 Gbit/s, um das Zehnfache höher als bei USB 2.0, beseitigt es Probleme mit der Stabilität und der niedrigen Latenz bei der Bildübertragung und Kamerasteuerung. USB 3.0 ermöglicht die Übertragung von höher auflösenden Videos mit einer höheren Bildfrequenz ohne Qualitätsverlust.

USB 3.0 sendet auch Daten und Strom über dieselbe Leitung. Dieser ist ausreichend, um die Kamera mit Strom zu versorgen, ohne dass man sich Gedanken über eine separate Stromversorgung oder Leitung machen muss.

Zudem ist USB 3.0 im Vergleich zu älteren Systemen eine Plug und Play-Lösung, sodass Kameras und andere Hardware, wie USB 3.0 Extender und andere Geräte einfach ausgetauscht werden können.

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