So verändern virtuelle Lösungen in Zukunft die Flugverkehrskontrolle

Physische Flugsicherungskontrolltürme (ATC) oder auch „Tower“ gehören vielleicht schon bald der Vergangenheit an, denn virtuelle Lösungen kombinieren Kosteneinsparungen mit erhöhter Sicherheit. Anstatt in einem Tower auf dem Flughafen können sich die virtuellen Luftverkehrskontrollräume in niedrigeren Gebäuden und Hunderte von Kilometern vom Flughafen entfernt befinden. Live-Videobilder werden auf Bildschirmen angezeigt und die Fluglotsen (Controller) können aus der Ferne auf Kameras und andere Kommunikationsgeräte zugreifen und diese steuern. Ein virtueller Luftverkehrskontrollraum kann mehrere Flughäfen überwachen, möglicherweise sogar Dutzende gleichzeitig.

Erhöhte Sicherheit

Virtuelle Luftverkehrskontrollräume ermöglichen den Fluglotsen eine bessere Sicht. Über PoE gespeiste IP-basierte Kameras können überall auf dem Flughafengelände positioniert werden. Sie bieten einen 360-Grad-Blick und ferngesteuerte PTZ-Fähigkeiten (Schwenken/Neigen/Zoom); so können die Fluglotsen Bereiche sehen, die von traditionellen Kontrolltürmen aus schwer einsehbar sind. Kameras mit Infrarotsensoren oder anderen Spezialsensoren ermöglichen eine bessere Sicht bei Nacht und bei schlechtem Wetter. Darüber hinaus können die Videobilder mit Flugdaten überlagert werden, die den Fluglotsen bei der Überwachung des Verkehrs helfen und die Kommunikation mit den Piloten verbessern.

Niedrigere Kosten

Virtuelle Luftverkehrskontrollräume sind viel weniger kostspielig als traditionelle Kontrolltürme, wenn es um die Gebäude-, Geräte- sowie die Betriebskosten geht. Die Skalierbarkeit der virtuellen Technologien trägt zu weiteren Kosteneinsparungen bei. Flughäfen können Switches und Kameras hinzufügen, wenn sie vergrößert werden. So wird nur für die Ausrüstung bezahlt, die auch wirklich benötigt wird.

Norwegen legt momentan die Luftverkehrskontrolle von 15 kleinen Flughäfen in einem virtuellen Luftverkehrskontrollraum zusammen. Dabei besteht die Möglichkeit, in der Zukunft weitere Flughäfen hinzuzufügen. Dank der virtuellen Lösung antizipiert Norwegen Einsparungen von 30-40% durch geringere anfallende Kosten für Gebäude, Geräte, Wartung und Personal.

Verbesserte Sicherheit

Um die kontinuierliche Verfügbarkeit des Netzwerks sicherzustellen, enthalten IP-basierte Kameranetzwerke für die Luftverkehrskontrolle zahlreiche Redundanzen. Dazu gehören doppelte Stromversorgungen und zusätzliche Übertragungsrouten für Daten. Da sich der virtuelle Luftverkehrskontrollturm weit vom Flughafen entfernt befinden kann, kann er auch bei einem Notfall auf dem Flughafen (z. B. einem Brand, einem Stromausfall oder einem terroristischen Anschlag) in Betrieb und funktionsfähig bleiben.

Missionskritische Zuverlässigkeit

Die Ansprüche an die virtuellen Luftverkehrskontrolltürme sind sehr hoch. Die Visualisierung und die Kommunikation müssen immer gewährleistet sein, um die Sicherheit der Reisenden sowie die effiziente Verwaltung des Verkehrsstroms sicherzustellen. Zuverlässige Geräte und Redundanzen sind ein absolutes Muss; außerdem ist es von ausschlaggebender Bedeutung, die Sicherheit der übertragenen Daten aufrechtzuerhalten und die Flughäfen so vor Hackern und Terroristen zu schützen.

Lösungen für eine virtuelle Luftverkehrskontrolle

  • Über PoE gespeiste IP-basierte Kameras liefern High-Definition-Video.
  • Hochleistungsfähige IP-basierte KVM-Matrix-Switching-Lösungen ermöglichen den Zugang zu sicheren und klimatisierten physischen oder virtuellen Servern in einem zentralen Geräteraum.
  • Industrielle Ethernet-Switches wurden speziell entworfen, um raue Bedingungen auszuhalten. Außerdem ermöglichen sie das sofortige Umschalten beim Ausfall einer Verbindung in missionskritischen Anwendungen.
  • Über PoE gespeiste industrielle Medienkonverter speisen Kameras und ermöglichen Backhaul-Videoübertragungen über große Entfernungen, wenn sie mit Glasfaserkabeln integriert sind.
  • Dynamische Videowände zeigen den Fluglotsen Daten in Echtzeit an.
  • Durch die hohe Netzverfügbarkeit können Fluglotsen und Administratoren Video-Feeds von jedem beliebigen internetfähigen Gerät sehen.

Obwohl virtuelle Flugverkehrskontrolltürme noch relativ neu und noch nicht weit verbreitet sind (die ersten wurden 2015 in Betrieb genommen), legen die von Ihnen gebotenen Vorteile die Vermutung nahe, dass sie schon bald die physikalischen Türme selbst auf den größten und verkehrsreichsten Flughäfen der Welt ersetzen oder zumindest unterstützen werden.

Black Box verfügt über die Geräte und das Fachwissen, um Ihnen bei der Planung und Implementierung einer zuverlässigen, sicheren und kostengünstigen Infrastruktur für die virtuelle Flugverkehrskontrolle zu helfen. Besuchen Sie unsere Seite mit Lösungen für Flughäfen; dort finden Sie weitere Informationen über die Technologie-Lösungen von Black Box für die Flugverkehrskontrolle (ATC). Sie können selbstverständlich auch sofort Kontakt mit uns aufnehmen.

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