MPO oder MTP: Worin liegt der Unterschied?

Die Abkürzung MPO steht für „Multi-fibre Push-on Connector“. Dabei handelt es sich um einen Steckverbinder für ein Multifaser-Flachbandkabel, das im Allgemeinen 6, 8, 12 oder 24 Fasern enthält. Dieser Steckverbinder ist in den Standards IEC-61754-7 und TIA-604-5-D (auch bekannt als FOCIS 5) definiert. Der MPO-Steckverbinder stellt in Kombination mit dem leichten Flachbandkabel einen gewaltigen technologischen Fortschritt im Vergleich mit herkömmlichen Multifaserkabeln dar. Er ist leichter, kompakter, einfacher zu installieren und kostengünstiger.

Ein einziger MPO-Steckverbinder verbindet bis zu 12 oder 24 Faserkerne in einem Einzelstecker. Diese sehr hohe Dichte führt zu einem geringeren Platzbedarf und niedrigeren Kosten bei der Installation. Bei herkömmlichen Tight-Buffered-Multifaserkabeln muss jede Faser einzeln von einem qualifizierten Techniker konfektioniert werden. Ein MPO-Glasfaserkabel, das mehrere Fasern enthält, wird dagegen vorkonfektioniert geliefert. Sie brauchen es nur einzustecken und schon können Sie loslegen.

In der Hülse des MPO-Steckverbinders befindet sich ein intuitiver Push-Pull-Verriegelungsmechanismus, der beim Anschließen hörbar einrastet. Dadurch sind diese Steckverbinder einfach zu verwenden. Der MPO-Steckverbinder ähnelt dem MT-RJ-Steckverbinder. Die Ferrulenoberfläche ist beim MPO-Steckverbinder mit 2,45 x 6,40 mm etwas größer als beim MT-RJ und als Verriegelungsmechanismus wird eine Schiebehülse anstelle einer Push-in-Verbindung verwendet.

MPO-Steckverbinder können in den Versionen „male“ (Stecker) und „female“ (Buchse) ausgeführt sein. Steckverbinder in der Version „male“ sind an den zwei Ausrichtungsstiften am Ferrulenende zu erkennen. MPO-Steckverbinder in der Version „female“ haben Öffnungen in der Ferrule, die die Ausrichtungsstifte des „male“-Steckverbinders aufnehmen können. MPO-Ferrulen sind im Allgemeinen bei Multimode-Anwendungen flach und bei Single-Mode-Anwendungen mit Schrägschliff ausgeführt.

MPO-Steckverbinder werden häufig auch als MTP®-Steckverbinder bezeichnet; dabei handelt es sich um ein eingetragenes Warenzeichen von US Conec. Der MTP-Steckverbinder ist ein MPO-Steckverbinder, bei dem bestimmte Verbesserungen integriert wurden, um die optische und mechanische Leistung zu erhöhen. Bedeutende MTP-Verbesserungen sind neben vielem anderen eine elliptische Stiftform, ein Design mit einer schwimmenden Ferrule (Floating Ferrule) und ein abnehmbares Gehäuse. Weitere Einzelheiten dazu finden Sie auf usconec.com. MPO- und MTP-Steckverbinder sind kompatibel.

Bei einem 12-Kern-MPO-Steckverbinder sind die 12 Fasern in einer Reihe angeordnet; 1–12 von links nach rechts.

Ein 24-Kern-Steckverbinder enthält zwei Reihen untereinander mit den Fasern 1–12 bzw. 13–24; Stift 1 wird dabei durch einen weißen Punkt gekennzeichnet.

Bei jedem Steckverbinder steht ein Schlüssel auf einer Seite des Steckergehäuses. Wenn sich der Schlüssel auf der Oberseite befindet, wird diese Ausführung als „Key-Up“ bezeichnet. Befindet sich der Schlüssel auf der Unterseite, wird diese Variante „Key-Down“ genannt.

Bei der Planung Ihres Systems müssen Sie beachten, dass Sie keine Kabelversionen mit 12 Fasern und 24 Fasern gemischt verwenden können.

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